Das Wort zu Silvester

Okay, dann mal los. Wort halten ist mir ja wichtig. Besonders mein eigenes. Das nächste Strandinterview war mein Ziel, um hier mal wieder in die Tasten zu tippen, aber es kam „nur“ privat auf Hawaii zustande. „Aquaman“ Jason Momoa war auch im Spiel, und wäre ich nicht so strikt im Trennen von beruflich und privat… Aber für Privates ist dieser Blog nun mal nicht gedacht. Zum sieben Monate Pause machen natürlich auch nicht. Wobei Pause ein gutes Stichwort ist zum Jahresende. Alle wollen sie, die Pause, zum abschalten, achtsam sein, aktiv natürlich irgendwie auch und danach auf keinen Fall mehr arschig. Wozu das ganze Tamtam sein soll, wenn man es doch schön übers Jahr verteilen kann, hat sich mir bis heute nicht erschlossen. 2019 hatte ich auch zu viel zu tun, um darüber nachzudenken. Die Selbstständigkeit fordert mich sehr, aber da sie von mir gewollt war und mir viele Freiheiten verschafft, beklage ich mich nicht. Dass ich nicht einmal krank wurde seit meiner selbst gewählten Kündigung – nicht mal erkältet war! –  sagt vieles. Wobei ich manchmal schon überlege, mir einen Männerschnupfen zuzulegen, nur um auch mal einen Grund zur Arbeitsverweigerung zu haben. Aber es gab so viele schöne Termine in diesem Jahr,  dass ich immer ohne Probleme morgens aus dem Bett gesprungen bin. Für die Frühdienste der dpa oder das Liefern von Meldungen zu einem Rote-Teppich-Termin am Vorabend muss ich das ja regelmäßig. Alle Mühe wird aber immer belohnt auf meiner stillen und schnellen Radfahrt durch das noch schlafende Berlin rüber über die dunkle Spree, die ich liebe und an deren Ufer ich gern meinen Körper und meine Seele baumeln lasse.

Spreeidylle auf der Fahrt zur dpa

Die Zeiten, wo man in Bars, die Zahlen trugen, unter einer Diskokugel über den Rand des Flusses schaute und von der Unendlichkeit des Sonntagmorgens träumte, sind zwar vorbei, aber der Berliner Untergrund lässt sich auch von hässlichen Neubauten nicht verdrängen. Schade ist es natürlich schon, dass die Leichtigkeit des Lebens in Berlin irgendwie verloren geht. Selbst die Interviews haben einen anderen Charakter bekommen, da sie immer öfter nicht mehr in einer Location, sondern am Telefon oder schriftlich geführt werden. Wie schön, dass ich 2019 viele Gespräche an ausgewählten Orten führen konnte, die ein bisschen was erzählen von meinem Gegenüber. Da ich lange nicht mehr gebloggt habe, nenne ich hier mal einige Beispiele:

Weltklasse-Sprinterin Gina Lückenkemper interviewte ich für den Focus in einem Cafe am Berliner Kurfürstendamm, wo sie ihre Wasserflasche nicht aus den Augen ließ, und Supermodel Karolina Kurkova empfing mich für die Zeitschrift Bunte in einer Villa, in deren Pool Kinderwagen ihrer Kinderkollektion für eine Launchparty drapiert waren.

Ex-Turnprofi Philipp Boy bestellte mich für den Tagesspiegel in einen Outdoor-Sportpark, und „Meute“-Drummer Markus Lindner zeigte mir für das SCHALL-Musikmagazin sein Tonstudio, das zufällig im selben Haus zu finden ist, in dem ich Schlagzeug spiele…

Schauspielerin Jenny Elvers ließ sich am Rande einer Gala fürs dpa-Gespräch in die Raucherpause begleiten. Ihre Kollegin Natalia Wörner konnte ich für die Bild am Sonntag in der Deutschen Staatsoper begrüßen, und der mehrfache Ironman-Gewinner Patrick Lange gab mir in der Berliner Adidas Run Base wertvolle Lauftipps für WELT.

Speerwurf-Ass Johannes Vetter empfing mich für die SUPERillu und leichtathletik.de in seiner Wohnung in Offenburg und zum krönenden Abschluss des Jahres konnte ich die Elektro-Musiker Paul und Fritz Kalkbrenner exklusiv für ein dpa-Gespräch in der Berliner Wohnung ihrer Mutter treffen.

Alles Termine, die Spaß gemacht haben und ein wenig Einblick gaben in das bunte Leben der Prominenz. Ob es 2020 so weitergehen wird, weiß ich natürlich nicht. Meine eigene Berufsbranche befindet sich in solch einem massiven Umbruch, dass ich mich auf vieles vorbereite. Für mich zählt aber nach wie vor das, woran angeblich schon Oscar Wilde glaubte:

“Everything is going to be fine in the end.
If it’s not fine it’s not the end.”

In diesem Sinne wünsche ich einen optimistischen und fröhlichen Rutsch ins neue Jahrzehnt!

Ach und eh ich es vergesse: Wer noch nicht weiß, wohin im neuen Jahr – ich hätte da eine Idee 🙂 Abgeleitet von meinem Winter 2017 in Südafrika und nachzulesen in meinem Beitrag im aktuellen Playboy:

https://www.playboy.de/lifestyle/reise/12-reiseziele-fuer-12-monate-0

Und weil ich grad beim Playboy bin, die letzten News des Tages (Stand: 31.12.2019, 19.42 Uhr):

Chefredakteur Florian Boitin hat im aktuellen Playboy-Newsletter seine Top 6 des Jahres 2019 benannt. Für ihn das Interview des Jahres: Tim Lobinger.

https://www.playboy.de/stars/sport/tim-lobinger-ich-blende-komplett-aus-nur-einen-zeitraum-x-zu-haben

Und auch wenn ich mich ungern selbst lobe, so will ich doch schreiben, dass ich dieses Interview mit Tim dem Playboy angeboten hatte, dann organisiert und schließlich im Januar mit Kollege Philipp Nowotny in München geführt. Damit unter den Top 6 eines Chefredakteurs zu erscheinen, den ich sehr schätze, ist ein schönes Kompliment zum Ende des Jahres, auf das ich gleich dankbar anstossen werde.

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